Medienvergehen: ZDF (und Raddatz)

Den Weltunkulturpreis Nr. 2 für Medienvergehen erhält das Zweite Deutsche Fernsehen, welches Fritz J. Raddatz gestattet hat, sich im Rahmen des sogenannten „Philosophischen Quartetts“ und also öffentlich aufzuführen und dabei ausgerechnet über Takt (!) zu sprechen. Raddatz selbst zog freilich alle Register altersstarrer Selbstverbreitung, die zu weiten Teilen aus Pöbelhass, elitärem Revanchismus und Selbstelogen bestand. Allerdings hat das ZDF damit eindrucksvoll (wenn auch unfreiwillig) bewiesen, dass Hoch- und Höchstbildung nicht zwingend Hoch- und Höchstmenschentum zur Folge haben.