Scheißlaub, Schläfen

verfasst  von Gärtner und Pfob

Der Park ist farbig kahl, mein Nacken steif, die Leute, kaum zu glauben, grauer. Ich atme schwer auf diesen Wegen, wie durch ein Badetuch, und warte böse auf den Winter. Vom Hochbunker absteigend gerate ich einem Eichhörnchenfotografen ins Bild. Wir lächeln. Baumratten, denke ich, und ein bisschen: dämliche Sau, und weiterlächelnd tröste ich ihn, dass es hier reichlich davon gebe.

Auch Pflanzen gebären, ohne zart zu sein. Kleine harte dunkle Dinge fallen, liegen, werden aufgefressen, fallen wieder, liegen weicher, sinken ein. Wie Schmetterlingsflügel zerreibe ich den Fruchtfilm einer gesprungenen Kastanie und lasse sie am Wasser los. Verrecke.

Noch drinnen zerdrückt der Herbst das Gemüt. Mein Telefon funkt Stille. Ich starre es so lange an, bis ich ein Blinken sehe, schwarz in schwarz. Webe wie ein Pferd am Monitor, knote ein Seil aus Taschentüchern, höre ganz nah am Ohr die Fasern schaben. Und fühle meine Finger. Gleich mit der Haut beginnt ja die Wunde.

Blüht aber doch ein Wunsch, dass einer aufstehe irgendwo, herlaufe und mit warmen Händen den herbstroten Wein zu mir raufklettere, durchs geschlossene Fenster steige, seinen Po – es müsste ja nicht der schönste sein – an meinen Tisch lehne, abwarte bei meinem Gnatz, um dann, in diesem unmöglichen richtigen Augenblick seinen Kopf in meine Arme zu legen und