Nummer vier

verfasst  von Stephan Pfob

Der Reiz sehr schlanker Frauen ist ein geistiger. Anscheinend reicht die Seele bei ihnen näher an die Haut, bewohnt den Körper auch unterhalb des Kinns. Man meint, in den kaninchenklaren Muskeln ein Mienenspiel zu sehen, nicht selten das von klageloser Einsamkeit. Sie gehen tastend und gerade, als wären sie zu zart für einen Raum, aus dem sie wehen. Weich pendeln ihre Kleider und wie Schmuck. Auch halten meine Blicke sie wie überraschte Finger nie zu lang. Wer stünde leichter im Licht! Und man umarmt sie im Vielleicht von Nächten, endlich, wie sich selbst.