Königsgrau

verfasst  von Stephan Pfob

Seitdem auf allem „preußisch“ steht, wechselt es die Farbe. Auch wird es leichter, härter. Mit hagerem Stolz öffne ich einen Spind aus preußischem Kulturbesitz, stehe in einem Lichthof fast mit den Fingern an den Nähten. Die klassischen, mit Herrschaft bestuckten Fassaden straffen die Passanten wie ein Panoptikum. Wie in Italien aber bleiben einst und heute zweierlei. Jeder lümmelt hier im Gehen. Auf den Alleen regen sich die Enkel wie im Herrscherschädel Maden.